Brennende Autos sieht man in Bern sonst nur am 1. Mai. Heute morgen ist die Situation in der Innenstadt allerdings erneut eskaliert. Die Aussicht auf Geschenke und Sonderangebote hat schon um 7:00 Uhr zahlreiche Schnäppchenjäger zur Eröffnung des Shop-A-Tikk Shopping-Centers im Breitenquartier gelockt. Die Betreiber des Shopping-Centers haben damit geworben, dass die ersten Besucher gratis Marken-Turnschuhe, Smartphones oder Kopfhörer bekommen. Schnell war jedoch klar, dass das Shopping-Center nur jeweils den ersten drei Besuchern einen dieser Artikel schenkt, alle anderen würden leer ausgehen.
"Warum Jugendliche so etwas tun ist vielen unverständlich."
Viele der gut 400 angereisten Besucher fühlten sich deshalb betrogen und begannen die Angestellten und das Sicherheitspersonal zum Teil massiv zu bedrohen. „Wir wurden von der grossen Menge völlig überrascht“ berichtet Peter Hasler, Geschäftsführer des Shopping-Centers. „Die Leute wurden immer wütender. Unser Security-Personal reichte einfach nicht aus, um sie in Schach zu halten“. Kurze darauf formierte sich die wütende Menge zu einem Saubannerzug, der randalierend durchs Quartier zog. Die Anwohner sind entsetzt und wütend. „Das ist eine Schweinerei! Das waren vor allem Jugendliche, die sich hier benehmen als gäbe es kein morgen“, sagt eine Anwohnerin im Quartier. Ebenso entsetzt ist der Wirt des In-Lokals Bern-Toquai, dem die Randalierer das gesamte Mobiliar zerstört haben. „Ich bin ruiniert! Diesen Schaden wird mir niemand ersetzen“, sagt der Gastronom. Trotzdem wir er wohl keine Anzeige erstatten. „Die meisten haben sich ein T-Shirt um den Kopf gewickelt, so vermummt erkennt man doch niemanden und eine Anzeige ist aussichtslos.“ Warum Jugendliche so etwas tun ist vielen unverständlich. Trendforscher Pierre Selz hat darauf Antworten. Lesen Sie unser exklusives Interview mit dem Experten (Link).

